19. März 2019 GreenyTeam

Eine gesunde Raumluft in Schulen kann die Gesundheit von Kindern direkt verbessern und die Wirksamkeit fördern.

Kinder brauchen für ihr Wachstum, ihre Lern- und Leistungsfähigkeit, aber auch für ihre kulturelle und soziale Entwicklung eine gesunde Umgebung in der Schule.

Da Schulkinder sehr viel Zeit in der Schule verbringen und sie aufgrund ihrer physiologischen Konstitution im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung besonders sensibel sind, ist die Luftqualität in den Innenräumen von Schulen für sie besonders kritisch.

In Europa sind über 64 Millionen Schüler und fast 4,5 Millionen Lehrer der Innenluft in Schulen ausgesetzt. Sie verbringen mehr Zeit in diesen Innenräumen (der Vor-, Grund- und Sekundarstufe sowie in den Räumlichkeiten der Kinderbetreuung) als an anderen Orten (das eigene Zuhause ausgenommen).  Es gibt hinreichende Belege für das gesundheitsschädigende Potenzial einer ganzen Palette von Luftschadstoffen, die beispielsweise in Innenräumen von Schulen nachgewiesen werden können.

Schlechte Luftqualität beeinträchtigt nicht nur unser allgemeines Wohlbefinden, sondern verursacht auch aufgrund bestimmter Schadstoffe Gesundheitsprobleme – etwa Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs. Hierüber gibt es in der wissenschaftlichen Literatur eine Fülle von Berichten (z. B. die Leitlinien für die Luftqualität (WHO, 2005, 2009, 2010), Strategien zur Beeinflussung der Qualität der Innenraumluft (EnVIE, 2008; SEARCH, 2010; usw.)), aber auch politische Erklärungen (Ministererklärung von Parma 2010 der Weltgesundheitsorganisation (WHO)).

In den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts war in den Industrieländern, auch in Europa, ein Anstieg in der Häufigkeit von Bronchialasthma zu verzeichnen. Kinder mit Asthma reagieren bekanntlich besonders empfindlich auf schlechte Luftqualität. Daher sind Schulen für diese sensible Bevölkerungsgruppe ein besonders kritischer Aufenthaltsort. 2002 stellte die „European Federation of Asthma and Allergy Associations“ (EFA) in einem Bericht die verschiedenen Probleme dar, mit denen Schulen in Europa angesichts der Luftqualität in Innenräumen konfrontiert sind. Dabei verwies sie auf fehlende Studien zu den gesundheitlichen Folgen dieser Problematik und zu standardisierten Verfahren, mit denen diese Fragen ganzheitlich angegangen werden können. Auch fehle es an einer Bewertung der Auswirkungen der unterschiedlichen lokalen Strategien hinsichtlich der Innenraumluft in Schulgebäuden.

2010 wurden die Mitgliedstaaten des WHO-Regionalbüros für Europa in der von 53 Staaten unterzeichneten Erklärung von Parma aufgefordert, spürbare Maßnahmen zu ergreifen, um die in der Erklärung festgelegten Ziele zu erreichen. So heißt es im dritten vorrangigen Ziel der Region zur Krankheitsprävention durch Verbesserung der Außenund Innenraumluft: „Wir sind bestrebt, jedem Kind Zugang zu gesunden Innenräumen in Kinderbetreuungseinrichtungen, Kindergärten, Schulen und öffentlichen Freizeiteinrichtungen zu verschaffen, indem wir die Leitlinien der WHO für Raumluftgüte beachten und nach Maßgabe des Rahmenübereinkommens zur Eindämmung des Tabakgebrauchs dafür Sorge tragen, dass diese Umfelder bis 2015 rauchfrei werden.“

(SINPHONIE Projekt- Leitlinien für eine gesunde Umgebung in europäischen Schulen)

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